31 Oktober 2005
Zug
Am Samstag trug sich etwa folgender Dialog im Zug von Hannover nach Hildesheim zu:
Rentner (brüllt: Würden Sie bitte das Fenster zu machen!!!!
(Ein Asiate schließt das Fenster)
Rentner: Das ist nicht zu. GANZ zu!!! Wir sind doch hier nicht in Asien!
Junger Mann: Na, bleiben Sie mal ruhig, Kerle.
Rentner: Halten Sie sich da raus!
Junger Mann (lachend/freundlich): Hey, hey, ich komme Dir gleich da hin!
Rentner (außer sich): Das sind ja Nazi-Methoden!!!
Und gerade fand ich folgendes Robert Gernhard Gedicht:
Ach nein, ich bin keiner von denen, die kreischend
Das breite Gesäß in den Korbsessel donnern,
mit lautem Organ "Bringse birra" verlangen
und dann damit prahlen, wie hart doch die Mark sei.
Ach ja, ich bin einer von jenen, die leidend
verkniffenen Arschs am Prosecco-Kelch nippen,
stets in der Furcht, es könnt jemand denken:
Der da! Gehört nicht auch der da zu denen?
Rentner (brüllt: Würden Sie bitte das Fenster zu machen!!!!
(Ein Asiate schließt das Fenster)
Rentner: Das ist nicht zu. GANZ zu!!! Wir sind doch hier nicht in Asien!
Junger Mann: Na, bleiben Sie mal ruhig, Kerle.
Rentner: Halten Sie sich da raus!
Junger Mann (lachend/freundlich): Hey, hey, ich komme Dir gleich da hin!
Rentner (außer sich): Das sind ja Nazi-Methoden!!!
Und gerade fand ich folgendes Robert Gernhard Gedicht:
Ach nein, ich bin keiner von denen, die kreischend
Das breite Gesäß in den Korbsessel donnern,
mit lautem Organ "Bringse birra" verlangen
und dann damit prahlen, wie hart doch die Mark sei.
Ach ja, ich bin einer von jenen, die leidend
verkniffenen Arschs am Prosecco-Kelch nippen,
stets in der Furcht, es könnt jemand denken:
Der da! Gehört nicht auch der da zu denen?
18 Oktober 2005
Wurst
In die Kategorie "Auf was für Ideen die Menschen kommen" fällt wohl auch der Einfall, Wurstteppiche herzustellen und zu verkaufen. Auf der Website heißt es wörtlich "Die erste Kollektion besteht aus vier Modellen: Salami, Bierschinken, Mortadella und Blutwurst" >>Wurstteppiche
10 Oktober 2005
Machandelboom
Eine Mutter, die ihrem ungeliebten Stiefsohn, den Kopf mit den scharfen Kanten einer Apfelkiste abtrennt, den Sohnemann nebst abgetrennten Kopf und einem Apfel vors Haus setzt und ihre leibliche Tochter auffordert den Bruder zu ohrfeigen, so dass sie glaubt, SIE habe die "Kopflosigkeit" zu verantworten... Mutti kocht aus dem Kopf eine Suppe, die Tochter weint darüber so sehr, dass "kein Salz nötig" ist und der nach Hause kehrende Vater freut sich ("ach, was schmeckt mir die Suppe schön")...
Das ist nicht das Storyboard des nächsten japanischen Horrorshockers oder eines neuen Carpenterfilms, sondern ein uraltes Märchen, das auch die Gebrüder Grimm einmal aufgeschrieben haben. Dennoch war ich schon irgendwie froh, dass mir dieses Märchen weder erzählt noch als Kind zum Lesen gegeben worden ist, als ich folgende Auszüge daraus heute las:
"'Komm mit mir,' sagte sie und machte den Deckel auf, 'hol dir einen Apfel heraus.' Und als sich der kleine Junge hineinbückte, so riet ihr der Böse – bratsch! schlug sie den Deckel zu, daß der Kopf abflog und unter die roten Äpfel fiel." [...]
"Da nahm die Mutter den kleinen Jungen und hackte ihn in Stücke, tat die in den Topf und kochte ihn in Suppe. Marlenchen aber stand dabei und weinte und weinte, und die Tränen fielen alle in den Topf, und sie brauchten gar kein Salz."
Aber natürlich: Ende gute alles gut. Der geköpfte Sohn wird zu einem schönen Vogel, der sich rächt, indem er die Story verschiedenen Leuten erzählt:
"Meine Mutter: die mich schlachtete,
mein Vater: der mich aß,
meine Schwester: die Marleine,
sucht alle meine Gebeine,
bindet sie in ein seiden Tuch,
legt's unter den Wacholderbaum.
Kywitt, kywitt,
was für ein schöner Vogel bin ich!"
Am Ende erschlägt er die Frau Mutter mit einem Mühlstein:
"Und als sie aus der Tür kam – bratsch! schmiß ihr der Vogel den Mühlstein auf den Kopf, daß sie ganz zermatscht war."
Die ganze Story: >>machandelboom
Das ist nicht das Storyboard des nächsten japanischen Horrorshockers oder eines neuen Carpenterfilms, sondern ein uraltes Märchen, das auch die Gebrüder Grimm einmal aufgeschrieben haben. Dennoch war ich schon irgendwie froh, dass mir dieses Märchen weder erzählt noch als Kind zum Lesen gegeben worden ist, als ich folgende Auszüge daraus heute las:
"'Komm mit mir,' sagte sie und machte den Deckel auf, 'hol dir einen Apfel heraus.' Und als sich der kleine Junge hineinbückte, so riet ihr der Böse – bratsch! schlug sie den Deckel zu, daß der Kopf abflog und unter die roten Äpfel fiel." [...]
"Da nahm die Mutter den kleinen Jungen und hackte ihn in Stücke, tat die in den Topf und kochte ihn in Suppe. Marlenchen aber stand dabei und weinte und weinte, und die Tränen fielen alle in den Topf, und sie brauchten gar kein Salz."
Aber natürlich: Ende gute alles gut. Der geköpfte Sohn wird zu einem schönen Vogel, der sich rächt, indem er die Story verschiedenen Leuten erzählt:
"Meine Mutter: die mich schlachtete,
mein Vater: der mich aß,
meine Schwester: die Marleine,
sucht alle meine Gebeine,
bindet sie in ein seiden Tuch,
legt's unter den Wacholderbaum.
Kywitt, kywitt,
was für ein schöner Vogel bin ich!"
Am Ende erschlägt er die Frau Mutter mit einem Mühlstein:
"Und als sie aus der Tür kam – bratsch! schmiß ihr der Vogel den Mühlstein auf den Kopf, daß sie ganz zermatscht war."
Die ganze Story: >>machandelboom
05 Oktober 2005
Zumiglub
Zumiglub war die leckere Apfelschorle, die René, Tobias und mir die nötige Energie lieferte, Mallorca mit dem Auto, dem Bus (auch schon mal ohne Klimaanlage, wenn es einer deutschen Touristin zu sehr "zog") oder eben zu Fuß zu erkunden. Danke aber auch, Tobi, für den leckeren Seitenbacher Müsli-Riegel! >> Malle-Fotos

